Der Peugeot 2008 adressiert als kompaktes Lifestyle-SUV primär stilbewusste urbane Fahrer. Der größte Vorteil liegt im neuen Mild-Hybrid-Antrieb mit robuster Steuerkette, der die gravierenden Motorprobleme der Vergangenheit eliminiert. Als eklatanter Nachteil erweist sich das enge Platzangebot im Fond sowie die stark kompromissbehaftete Ergonomie des i-Cockpits.
Innerhalb des hart umkämpften Segments der kompakten B-SUVs hebt sich die Baureihe optisch bewusst vom pragmatischen, teils konservativen Design der asiatischen und europäischen Konkurrenz ab. Die aktuelle Modellgeneration nutzt die bewährte CMP-Plattform (Common Modular Platform) des Stellantis-Konzerns in einer weiterentwickelten Evolutionsstufe, die von Beginn an für den parallelen Einsatz von Verbrennungs-, Hybrid- und vollelektrischen Antriebssträngen ausgelegt wurde. Peugeot untermauert mit dieser Modellpflege den eigenen Anspruch, sich im sogenannten „Upper Mainstream“ zu etablieren und rückt preislich wie materialtechnisch dicht an etablierte Premium-Wettbewerber heran.
Unsere umfassenden Testreihen über mehr als 1.500 Kilometer im DACH-Raum zeigen im Detail, dass der Hersteller mit dem jüngsten Facelift an den entscheidenden technischen Stellschrauben gedreht hat, um verlorenes Vertrauen in die Dauerhaltbarkeit der Basismotoren zurückzugewinnen. Gleichzeitig dokumentieren die Messungen der Redaktion, dass die kompromisslose Fokussierung auf ein emotionales Karosseriedesign und eine avantgardistische Interieur-Gestaltung im automobilen Alltag handfeste ergonomische Zugeständnisse fordert. Der Franzose ist kein unterkühlter Lademeister, sondern ein fahraktives Statement, dessen pragmatischer Nutzwert stark von den persönlichen körperlichen Proportionen der Passagiere determiniert wird.
Design, Karosserie & Plattform
Das strukturelle Rückgrat des Modells bildet die skalierbare CMP-Plattform. Mit einer Außenlänge von exakt 4.304 mm kratzt das SUV bereits an den physischen Grenzen der klassischen Kompaktklasse, bleibt jedoch mit einer Breite von 1.775 mm (ohne Außenspiegel) und einer Fahrzeughöhe von 1.523 mm durchaus alltagstauglich für stark verdichtete urbane Ballungsräume. Der Radstand bemisst 2.605 mm. Das Exterieur-Design wird dominiert von der markentypischen Lichtsignatur an der Front, welche drei vertikale LED-Krallen in den vorderen Stoßfänger integriert, sowie einem mächtigen, vertikal ausgerichteten Kühlergrill, der das Markenlogo prominent einfasst und die Fahrzeugfront optisch in die Breite zieht.
Aerodynamisch steht das Fahrzeug aufgrund seiner wuchtigen SUV-Silhouette vor physikalischen Herausforderungen, die das Entwicklerteam durch gezielte Strömungsabrisse an den C-Säulen und einen integriert abfallenden Dachkantenspoiler abzufedern versuchte. Der resultierende Luftwiderstandsbeiwert liegt bei soliden cW 0,32. Beim von uns exakt gewogenen vollelektrischen E-2008 zeigt sich der enorme physikalische Einfluss des schweren Batteriepakets im Fahrzeugboden: Das fahrfertige Leergewicht des Stromers klettert auf beachtliche 1.623 Kilogramm, während die Variante mit dem leichten Mild-Hybrid-Antrieb bei vergleichsweise moderaten 1.348 Kilogramm stagniert. Die Rohkarosserie weist dank des intensiven Einsatzes von hoch- und höchstfesten Stählen in den primären Lastpfaden eine exzellente Verwindungssteifigkeit auf, was sich im Fahrbetrieb in einer absoluten Knisterfreiheit der Fahrgastzelle bemerkbar macht.

Innenraum, Ergonomie & Infotainment
Bedienkonzept & Software
Im Interieur polarisiert die Baureihe traditionell durch das markenspezifische i-Cockpit. Dieses tiefgreifende ergonomische Konzept setzt auf ein extrem tief platziertes, im Durchmesser radikal reduziertes Multifunktionslenkrad, über dessen Kranz der Fahrer auf die hochgesetzten, volldigitalen Instrumente blickt. Das optionale 10-Zoll-Kombiinstrument projiziert essenzielle Fahrdaten mittels zweier hintereinandergelagerter Displays in einer echten 3D-Optik in das Sichtfeld. Unser detaillierter Ergonomie-Check der Auto-Klartext Redaktion offenbart hier jedoch ein konstruktives Dilemma: Fahrer mit einer Körpergröße zwischen 1,75 Meter und 1,85 Meter müssen oftmals unnatürliche Kompromisse bei der Sitzhöhe und der Lenkradjustierung eingehen, da der obere Lenkradkranz im Realbetrieb ansonsten die digitale Geschwindigkeitsanzeige teilweise oder sogar vollständig verdeckt. Eine ausgiebige Probefahrt zur Überprüfung der individuellen Sitzposition ist vor dem Kauf zwingend erforderlich.
Die Steuerung der multimedialen Infotainment-Infrastruktur erfolgt über ein zentrales 10-Zoll-Touchdisplay, das fahrerorientiert geneigt ist. Direkt darunter befinden sich die sogenannten „Toggles“ – hochwertig anmutende physische Tasten im Klaviertasten-Design, die lediglich als Kurzwahlbefehle für die tiefen Hauptmenüs dienen. Massive Kritik üben wir an der softwareseitigen Umsetzung der Klimabedienung. Da der Hersteller auf separate mechanische Drehregler für Temperatur und Gebläse verzichtet, muss für die Justierung des Raumklimas zwingend ein virtuelles Untermenü auf dem Touchscreen angewählt werden. Dieser Prozess dauert in unseren Messreihen im Mittel 3,8 Sekunden, in denen der Blick des Fahrers vom Verkehrsgeschehen zwingend abgewendet wird. Das System unterstützt das kabellose Spiegeln von Smartphones via Apple CarPlay und Android Auto, die Rechenleistung des integrierten Prozessors verzeichnet jedoch beim schnellen Scrollen durch komplexe Navigationskarten weiterhin leichte Latenzen.
Platzangebot & Kofferraum-Messwerte
Das Raumgefühl in der ersten Sitzreihe ist dank der großzügig bemessenen Innenbreite und der weit nach vorne gezogenen Windschutzscheibe tadellos. Im Fond fordert das dynamische, abfallende Karosseriedesign jedoch spürbare Zugeständnisse von den mitreisenden Passagieren. Der Einstieg durch die im Fußbereich schmal geschnittenen Fondtüren verlangt eine gewisse Gelenkigkeit. Unsere normierte Innenraummessung ergibt eine Knie-Restfreiheit von lediglich 635 mm, sobald der vordere Fahrersitz für eine 1,85 Meter große Person arretiert ist. Große Mitfahrer stoßen zudem rasch an die physischen Grenzen der Kopffreiheit. Das leicht höhlenartige Raumgefühl wird durch die stark ansteigende Gürtellinie der Türen und den dunkel ausgekleideten Dachhimmel der GT-Ausstattung subjektiv weiter verstärkt.
Das Gepäckraumvolumen wurde nach dem strengen Auto-Klartext-Standard mittels VDA-Quadern exakt vermessen. Bei aufrecht stehenden Rücksitzen fasst der Kofferraum alltagstaugliche 434 Liter. Durch das asymmetrische Umlegen der Fondlehnen wächst das maximale Ladevolumen bis unter das Dach auf 1.467 Liter an. Der ab Werk integrierte, doppelte Ladeboden ermöglicht in seiner oberen Einrastposition das Erreichen einer nahezu ebenen Ladefläche ohne störende Stufe, die Ladekante liegt jedoch mit gemessenen 740 mm bauartbedingt sehr hoch und erschwert das Verladen von extrem schwerem Transportgut. Beim vollelektrischen E-2008 bleibt das nutzbare Kofferraumvolumen dank der geschickten Integration der flachen Batteriezellen im Unterboden identisch. Ein zusätzlicher vorderer Stauraum unter der Motorhaube (Frunk) für das verschmutzte Ladekabel fehlt jedoch, weshalb dieses zwingend im regulären Heckkofferraum verstaut werden muss.
Antriebe, Akkus & Reichweite (Realverbrauch)
Die wichtigste technische Neuerung des Modelljahres betrifft die tiefgreifende Sanierung der Verbrennungsmotoren. Jahrelang litt das eingesetzte Triebwerk unter eklatanten Konstruktionsmängeln, da der im Motoröl laufende Zahnriemen (Wet Belt) zu vorzeitigem chemischen und mechanischen Abrieb neigte, was verstopfte Ölsiebe und letztlich kapitale Motorschäden zur Folge hatte. Die im von uns getesteten Hybrid 136 eingesetzte Triebwerksgeneration bricht glücklicherweise mit dieser problematischen Tradition: Der Dreizylinder-Turbobenziner wurde strukturell modifiziert, arbeitet nun im hocheffizienten Miller-Verbrennungsverfahren und vertraut für den mechanischen Ventiltrieb auf eine absolut wartungsfreie Steuerkette. Der Verbrennungsmotor leistet isoliert 100 kW (136 PS) und liefert ein bulliges Drehmoment von 230 Nm. Gekoppelt ist das Aggregat an ein völlig neu entwickeltes, elektrifiziertes 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit der internen Bezeichnung e-DCS6. In dessen Gehäuse wurde eine permanenterregte Synchronmaschine mit 21 kW (28 PS) Leistung und 55 Nm Drehmoment integriert.
Die rein elektrische Alternative bildet der E-2008. Dieser kombiniert einen von Emotors entwickelten, an der Vorderachse platzierten Elektromotor mit einer maximalen Leistung von 115 kW (156 PS) und einem aus dem Stand anliegenden Drehmoment von 260 Nm mit einer im Wagenboden verschraubten Lithium-Ionen-Batterie. Der Hochvoltakku weist eine Bruttokapazität von 54 kWh auf, wovon eine effektive Nettokapazität von 51 kWh für den Fahrbetrieb nutzbar ist. Die Zellchemie basiert auf der modernen NMC-811-Spezifikation (Nickel-Mangan-Cobalt). Die werkseitige WLTP-Zertifizierung verspricht eine theoretische Reichweite von bis zu 406 Kilometern mit einer einzigen Akkuladung.
An der Gleichstrom-Schnellladesäule (DC) verharrt der Franzose jedoch lediglich im Mittelfeld seiner Fahrzeugklasse. Die maximale Ladeleistung der Architektur ist technisch auf 100 kW limitiert. In unserem detaillierten Ladedatencheck zeigt sich, dass die Ladekurve ab einem Füllstand (State of Charge) von 50 Prozent sukzessive abfällt, um die Zellen vor thermischer Überlastung zu schützen. Der standardisierte Ladehub von 10 auf 80 Prozent SoC nimmt im realen Autobahnbetrieb an einem High-Power-Charger exakt 30 Minuten in Anspruch. Für das klassische Laden mit Wechselstrom (AC) an der heimischen Wallbox oder städtischen Ladesäulen verfügt das Fahrzeug serienmäßig über einen dreiphasigen 11-kW-Onboard-Charger, der eine vollständige Vollladung des leeren Akkus in rund viereinhalb Stunden sicherstellt.
Unsere Testverbrauch-Werte
Unsere realen Verbrauchsmessungen auf der normierten Testrunde im DACH-Raum weichen bei beiden Antriebskonzepten spürbar von den hochoptimistischen Laborwerten des Herstellers ab. Die vom Werk für den Mild-Hybrid versprochenen 5,0 Liter pro 100 Kilometer erwiesen sich im Realbetrieb als physikalische Utopie. Im kombinierten Mix konsumierte der Dreizylinder im Mittel exakt 6,0 Liter Superkraftstoff. Der in das Getriebe integrierte Elektromotor ermöglicht im innerstädtischen Stop-and-Go-Verkehr zwar einen rein elektrischen Fahrzeitanteil von rund 40 Prozent, was den städtischen Verbrauch auf erfreuliche 5,2 Liter drückt, auf der Autobahn bei konstant 130 km/h steigt der Durst des SUV jedoch auf 6,9 Liter an.
Beim vollelektrischen Derivat zeigt sich die klassentypische Abhängigkeit von der Außentemperatur. Bei sommerlichen Bedingungen von 22 Grad Celsius realisiert der Stromer einen soliden Durchschnittsverbrauch von 16,5 kWh pro 100 Kilometer, woraus eine reale Alltagsreichweite von rund 310 Kilometern resultiert. Bei winterlichen Bedingungen und Temperaturen knapp um den Gefrierpunkt steigt der thermische Energiebedarf im Mischbetrieb trotz der serienmäßigen Wärmepumpe auf 19,8 kWh. Auf der regennassen Autobahn bei konstantem Tempo 120 km/h schrumpft der Aktionsradius im Winter drastisch auf lediglich 220 Kilometer zusammen, was eine engmaschige Ladeplanung auf der Urlaubsreise erzwingt.
Fahrverhalten, Komfort & Assistenzsysteme
Entgegen der historischen automobilen Erwartungshaltung an sänftenartige französische Fahrwerke präsentiert sich die Federung des 2008 als betont straff und verbindlich abgestimmt. Die Vorderachse nutzt eine klassische MacPherson-Konstruktion, während an der Hinterachse eine raumsparende Verbundlenkerachse zum Einsatz kommt. Um die bauartbedingte Wankneigung der hohen SUV-Karosserie in schnell gefahrenen Kurvenradien auf ein Minimum zu reduzieren, haben die Fahrwerksingenieure die Federraten spürbar angezogen. Das sorgt auf makellos glattem Asphalt für ein angenehm stabiles, sportlich-agiles Fahrverhalten. Das ultrakleine Lenkrad vermittelt im urbanen Raum ein fast schon Go-Kart-artiges, extrem direktes Lenkgefühl, wodurch sich das Fahrzeug spielerisch durch enge Kehren und Parkhäuser zirkulieren lässt.
Der subjektive Komforteindruck bricht jedoch rasch ein, sobald erodierter Asphalt, tief liegende Kanaldeckel oder rustikale Kopfsteinpflasterpassagen überfahren werden. Insbesondere in Verbindung mit den großen 18-Zoll-Leichtmetallfelgen der gehobenen GT-Ausstattungslinie reagiert die mechanische Hinterachse bei kurzen, harten Stößen hölzern und reicht die vertikalen Beschleunigungen akustisch wie physisch trocken an die Wirbelsäulen der Insassen weiter.
Akustisch bleibt das Isolationsniveau im Interieur bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 130 km/h auf einem sehr respektablen Level. Unsere geeichte Messung dokumentiert bei Autobahn-Richtgeschwindigkeit einen Innengeräuschpegel von 66,8 dB(A). Bei harten Beschleunigungsvorgängen des Verbrenners dringt das typisch kernige, unrunde Vibrationsmuster des Dreizylinders jedoch als mechanisches Knurren deutlich hörbar in den Fahrgastraum vor. Die sensorbasierten Assistenzsysteme arbeiten im Rahmen des aufpreispflichtigen Drive Assist Plus Pakets zuverlässig. Die adaptive Spurführung agiert auf Autobahnen jedoch phasenweise übervorsichtig und irritiert den Fahrer auf langen Etappen durch wiederholte, subtile Gegenlenkimpulse am Volant.
TCO, Leasing & DACH-Kosten
Der Hersteller hat sich in den letzten Modelljahren preislich stark nach oben orientiert und verlangt für seine optisch ansprechenden Produkte überaus selbstbewusste Summen. Ein adäquat für den Alltag ausgestatteter Mild-Hybrid in der attraktiven GT-Ausstattung, welche den sportlichen Charakter des Fahrzeugs durch schwarze Applikationen maßgeblich prägt, markiert einen Bruttolistenpreis von rund 34.500 Euro. Die vollelektrische Variante durchbricht in der exakt identischen Ausstattungskonfiguration sogar mühelos die Schwelle von 41.000 Euro.
Ein konzeptioneller Vergleich der Triebwerkstechnologien verdeutlicht die immense finanzielle Gefahr bei der Konfiguration. Der Konzern vertreibt in einigen regionalen Märkten des DACH-Raums als absolute Basisversion weiterhin den alten PureTech 100 Motor, der an eine manuelle 6-Gang-Schaltung gekoppelt ist. Dieses Aggregat basiert in der Regel noch auf der historisch überholten Architektur mit dem hochgradig fehleranfälligen Zahnriemen im Ölbad. Wer hier bei der Anschaffung rund 2.000 Euro gegenüber dem Mild-Hybrid spart, geht ein massives TCO-Risiko ein. Der feine chemische Abrieb des Riemens im heißen Ölkreislauf kann das wichtige Ölsieb verstopfen, was den Öldruck zum Kollabieren bringt. Zudem ist dieses spezifische Problem auf dem Gebrauchtwagenmarkt mittlerweile bestens bekannt, was den Wiederverkaufswert einer solchen Variante drastisch einbrechen lässt. Die zwingende Investition in den neuen Antrieb mit Steuerkette ist daher eine fundamentale Grundvoraussetzung zur Absicherung der eigenen Finanzen.
Die Einstufung in die deutschen Versicherungsklassen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) präsentiert sich moderat und klassenüblich. In der Haftpflichtversicherung wird das Modell in die Typklasse 16 eingruppiert. Die Teilkaskoversicherung schlägt mit der Typklasse 21 zu Buche, während die Einstufung in der Vollkaskoversicherung bei der Typklasse 22 liegt. Die laufenden Fixkosten für Versicherungsprämien bewegen sich somit im völlig normalen Rahmen des B-Segments. Für das rein elektrische Derivat entfällt in Deutschland bis zum Jahr 2030 die jährliche Kfz-Steuer vollständig. Der Mild-Hybrid wird aufgrund seines moderaten und realitätsnahen CO2-Ausstoßes nach der WLTP-Norm mit rund 70 Euro pro Jahr vom Fiskus besteuert.
Technische Daten im Überblick
Parameter | Hybrid 136 e-DCS6 (Empfehlung) | E-2008 (Elektro 54 kWh) | PureTech 100 (Basis – Alt) |
Motortyp / Zylinder | 3-Zylinder Mild-Hybrid | Elektromotor (Lithium-Ionen) | 3-Zylinder Turbobenziner |
Hubraum | 1.199 cm³ | – | 1.199 cm³ |
Systemleistung | 100 kW (136 PS) | 115 kW (156 PS) | 75 kW (102 PS) |
Max. Systemdrehmoment | 230 Nm bei 1.750 U/min | 260 Nm (aus dem Stand) | 205 Nm bei 1.750 U/min |
Ventiltrieb | Steuerkette | – | Zahnriemen im Ölbad |
Getriebebauart | 6-Gang-Doppelkupplung | Einstufiges Reduktionsgetriebe | 6-Gang-Schaltgetriebe |
Beschleunigung 0-100 km/h | 8,3 s | 9,1 s | 10,8 s |
Höchstgeschwindigkeit | 206 km/h | 150 km/h (elektronisch begrenzt) | 183 km/h |
Batteriekapazität (netto) | – | 51 kWh | – |
Kofferraumvolumen | 434 – 1.467 Liter | 434 – 1.467 Liter | 434 – 1.467 Liter |
Realverbrauch (Test) | 6,0 Liter Super | 16,5 kWh (Sommer) / 19,8 kWh | 6,5 Liter Super |
Klartext-Fazit
Der Peugeot 2008 erweist sich im Modelljahr 2026 als ein hochemotional gezeichnetes Automobil, das seine Käuferschaft primär über eine progressive Karosseriesprache und ein extravagantes Interieur-Ambiente rekrutiert. Er ist das perfekte Fahrzeug für urbane Ästheten, die ein wendiges, kompakt dimensioniertes SUV für die Stadt suchen und im Alltag keine primären Transportaufgaben im Fond bewältigen müssen.
Ein nüchterner Blick auf die unmittelbare Konkurrenz untermauert dieses extrem spezifische Anforderungsprofil. Der Renault Captur bietet mit seinem E-Tech-System den im urbanen Stop-and-Go-Verkehr spürbar effizienteren Vollhybrid-Antrieb und kontert zudem mit einer hochpraktischen, längs verschiebbaren Rücksitzbank zur flexiblen Erweiterung des Laderaums. Dem Renault fehlt im direkten Vergleich jedoch der avantgardistische Premium-Touch im Interieur. Der Skoda Kamiq wiederum zertrümmert den Franzosen in der harten Disziplin des Nutzwertes: Er bietet ein ungleich großzügigeres Platzangebot im Fond sowie eine fehlerfreie, intuitive Ergonomie, verpackt diese objektiven Tugenden jedoch in ein betont konservatives und braves Blechkleid.
Unsere finale Redaktionsempfehlung lautet eindeutig: Wer das extravagante Design des Crossovers schätzt und mit der speziellen Ergonomie des i-Cockpits harmoniert, wählt konsequent den Hybrid 136 e-DCS6. Dieses Triebwerk bietet dank der radikalen Abkehr vom anfälligen Zahnriemen und dem Wechsel auf eine haltbare Steuerkette endlich die beruhigende mechanische Reife, die man zur Absicherung der eigenen Finanzen zwingend benötigt. Der rein elektrische E-2008 empfiehlt sich als schicker, lokal emissionsfreier Pendlerwagen, gerät jedoch auf echten Urlaubsreisen auf der Autobahn aufgrund der restriktiven netto Batteriekapazität von 51 kWh und der mäßigen Ladeleistung im Vergleich zu asiatischen Mitbewerbern rasch ins Hintertreffen.
Galerie












