Der Škoda Kodiaq, welcher in seiner zweiten Generation (Modelljahr 2026) eine Länge von 4.758 mm aufweist, bietet ein umfassendes Raumangebot sowie eine eigenständige Bedienphilosophie, die sich von anderen Modellen des Konzerns unterscheidet. Unsere Redaktion hat den Kodiaq eingehend geprüft, um die tatsächlichen Eigenschaften der relevantesten Motorisierungen – des 2.0 TDI mit 142 kW (193 PS) und des 1.5 TSI iV Plug-in-Hybrid mit 150 kW (204 PS) Systemleistung – darzulegen. Obwohl der Kodiaq mit Preisen, die von etwa 41.990 Euro für das Einstiegsmodell Selection bis über 60.000 Euro für umfassend ausgestattete Varianten reichen, nicht mehr im unteren Preissegment angesiedelt ist, überzeugt er durch seine Praxistauglichkeit, wobei jedoch spezifische Konfigurationsaspekte und technische Besonderheiten zu berücksichtigen sind, welche wir nachfolgend detailliert erläutern.
Design & Innenraum-Komfort
Das Exterieurdesign des Kodiaq, welches auf der verlängerten MQB-evo-Plattform basiert, vermittelt einen robusten Eindruck, wodurch sich das Fahrzeug sowohl optisch als auch haptisch von zahlreichen technischen Verwandten abhebt. Im Innenraum verfolgt Škoda eine Bedienphilosophie, die sich bewusst von der touch-orientierten Ausrichtung anderer Konzernmodelle distanziert. Die unterhalb des Zentraldisplays angeordneten „Smart Dials“, welche als drei haptisch ansprechende physische Drehregler ausgeführt sind, gestatten eine intuitive sowie nahezu ohne Blickkontakt mögliche Steuerung essenzieller Funktionen wie Klimatisierung, Sitzheizung oder Lautstärke. Da jedes dieser Rädchen ein integriertes Farbdisplay besitzt, das die jeweilige Funktion visualisiert und durch Drücken wechselt, erachtet unsere Redaktion dieses Bedienkonzept als das derzeit überzeugendste innerhalb des gesamten VW-Konzerns.
Die Raumausnutzung im Kodiaq erweist sich als besonders effizient. In der Konfiguration als Fünfsitzer stellt der Kofferraum ein Volumen von 910 Litern bereit, welches sich bei umgeklappter zweiter Sitzreihe auf über 2.100 Liter erweitern lässt, wodurch eine nahezu ebene Ladefläche entsteht. Diese Kapazität übertrifft die Werte vieler Konkurrenzmodelle und qualifiziert den Kodiaq für umfangreiche Transportaufgaben. Die „Simply Clever“-Details, zu denen der mechanisch ausfahrende Türkantenschutz, der Eiskratzer im Tankdeckel oder der Regenschirm in der Fahrertür zählen, erweisen sich im täglichen Gebrauch als vorteilhaft und tragen zur hohen Gebrauchstauglichkeit bei.
Für Familien mit erhöhtem Platzbedarf stellt die Kombination eines Siebensitzers mit dem Plug-in-Hybridantrieb eine wichtige Entscheidungsgrundlage dar, da die umfangreiche Hochvoltbatterie des 1.5 TSI iV exakt den Raum beansprucht, der für die dritte Sitzreihe vorgesehen wäre. Folglich ist eine Ausführung mit sieben Sitzen und Plug-in-Hybrid technisch nicht realisierbar. Interessenten müssen sich demnach zwischen der maximalen Sitzplatzkapazität, welche ausschließlich mit Diesel- oder Benzinmotorisierung erhältlich ist, und dem Plug-in-Hybridantrieb, der den Kodiaq zwingend als Fünfsitzer konfiguriert, entscheiden. Sollten beide Merkmale unverzichtbar sein, erfordert dies den Wechsel zu größeren und preisintensiveren Modellen wie dem VW Multivan oder dem Kia EV9.

Antrieb & Ladeperformance
Modell | Stärke | Schwäche |
Hyundai Santa Fe | Extrem kantiges, markantes Defender-Design; enorm luxuriöse „Calligraphy“-Ausstattung; 5 Jahre Garantie. | Das Kofferraumvolumen fällt etwas kleiner aus; der PHEV-Autobahnverbrauch ist systembedingt spürbar höher. |
Kia Sorento | Überragende 7-Jahres-Garantie; extrem robuste Verarbeitung; weiterhin mit starkem Diesel bestellbar. | Die umschaltbare Touch-Leiste im Cockpit ist im Alltag weitaus nerviger als die echten Škoda-Drehregler. |
Mazda CX-60 | Exzellenter 3,3-Liter-Reihensechszylinder-Diesel (stark und sparsam); extrem edles Premium-Interieur. | Die Fahrwerksabstimmung wird oft als zu hart und stößig kritisiert; der Platz im Fond fällt deutlich geringer aus. |
Die Motorenpalette des Kodiaq greift auf etablierte Konzerntechnik zurück, wobei unsere Redaktion die für den DACH-Markt bedeutsamsten Aggregate genauer betrachtet hat.
Der 2.0 TDI, welcher 142 kW (193 PS) und 400 Nm Drehmoment bereitstellt und serienmäßig mit einem 7-Gang-DSG sowie Allradantrieb kombiniert wird, stellt eine passende Motorisierung für das SUV dar. Dieses Aggregat ermöglicht das Ziehen der maximalen Anhängelast von 2.500 Kilogramm ohne spürbare Leistungseinbußen. Bei unseren Messungen im realen Autobahn-Mischbetrieb, auch bei höheren Geschwindigkeiten, registrierten wir Verbräuche zwischen 6,5 und 7,5 Litern Dieselkraftstoff pro 100 Kilometer, was in Anbetracht der Fahrzeugdimensionen und der Aerodynamik als vorteilhaft einzuschätzen ist.
Der neue 1.5 TSI iV Plug-in-Hybrid stellt eine Systemleistung von 150 kW (204 PS) bereit und verfügt über Frontantrieb. Eine seiner Eigenschaften ist die brutto 25,7 kWh große Hochvoltbatterie, welche im Pendleralltag elektrische Reichweiten von bis zu 123 Kilometern (WLTP) ermöglicht. Unter realen Bedingungen im Pendlerbetrieb, abhängig von Fahrprofil und Außentemperatur, lassen sich Reichweiten von 90 bis 100 Kilometern erzielen. Die Ladefähigkeit dieses Antriebsstrangs ist bemerkenswert, da das System Gleichstrom-Schnellladen (DC) mit bis zu 50 kW unterstützt. Ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent kann unter optimalen Bedingungen innerhalb von etwa 25 Minuten abgeschlossen werden. Ein Kompromiss dieses Antriebsstrangs besteht in dem auf 45 Liter reduzierten Kraftstofftank, wodurch die Langstrecken-Reichweite ohne Tankstopp im Vergleich zum Diesel merklich eingeschränkt wird. Die im Kodiaq iV verbaute Wärmepumpe, welche die Effizienz der Heizung in Elektro- und Hybridfahrzeugen steigert, arbeitet wirkungsvoll und unterstützt auch bei niedrigeren Temperaturen die Maximierung der elektrischen Reichweite, wobei der Energieverbrauch für die Klimatisierung stets zu berücksichtigen bleibt.
Schwachstellen, Mängel & Alltagsaspekte
Obwohl der Škoda Kodiaq grundsätzlich als verlässliches Fahrzeug eingestuft wird, haben unsere Langzeittests sowie die Auswertung von Nutzerberichten spezifische Aspekte aufgezeigt, welche für potenzielle Käufer von Relevanz sind.
Das 7-Gang-DSG-Getriebe, insbesondere in Verbindung mit dem 1.5 TSI Motor, kann unter spezifischen Bedingungen ein Ruckeln beim Anfahren oder unregelmäßige Schaltvorgänge bei niedrigen Geschwindigkeiten aufweisen. Diese Phänomene, welche vereinzelt bereits nach 20.000 bis 40.000 Kilometern auftreten können, sind häufig auf Softwareprobleme oder, in selteneren Fällen, auf verschlissene Kupplungsscheiben zurückzuführen. Bei niedrigen Außentemperaturen verstärkt sich das Ruckeln beim Kaltstart oder Anfahren mitunter. Dieses Verhalten ist oft eine Eigenheit der Trockenkupplungs-DSG-Getriebe (DQ200), die in bestimmten Fahrsituationen ein weniger geschmeidiges Anfahrverhalten bedingen können. Software-Updates für das Getriebesteuergerät vermögen das Verhalten zu optimieren, eine vollständige Beseitigung ist jedoch nicht immer gewährleistet. Die potenziellen Reparaturkosten für derartige Getriebeprobleme bewegen sich zwischen 3.000 Euro und 8.000 Euro, weshalb unsere Redaktion einen regelmäßigen Getriebeölwechsel alle 60.000 Kilometer empfiehlt. Bei stärkerem Ruckeln oder ungewöhnlichen Geräuschen sollte eine Fachwerkstatt die Kupplungspakete sowie die Mechatronik überprüfen.
An den TSI-Motoren, vor allem dem 1.5 TSI, können sich Verschleißerscheinungen an der Steuerkette bereits nach 60.000 bis 80.000 Kilometern manifestieren, was sich durch ein Rasseln beim Kaltstart bemerkbar macht. Ein frühzeitiger Austausch der Steuerkette beläuft sich auf etwa 1.500 Euro, wohingegen ein Motorschaden bei Missachtung der Symptome Kosten von über 10.000 Euro nach sich ziehen kann. Unsere Redaktion rät daher zu regelmäßigen Inspektionen alle 30.000 Kilometer.
Die Elektronik sowie das Infotainmentsystem der neuen Generation weisen gelegentlich Funktionsbeeinträchtigungen auf. Nutzerberichte und unsere Tests dokumentieren temporäre Ausfälle des Infotainment-Systems oder des Virtual Cockpits, welche sich häufig durch einen Neustart des Fahrzeugs beheben lassen. Insbesondere bei niedrigen Temperaturen können diese Phänomene verstärkt in Erscheinung treten. Zu den beobachteten Unregelmäßigkeiten zählen eine nicht immer zuverlässig öffnende Heckklappe, zeitweise nicht funktionierende automatische Fensterheber oder instabile CarPlay- sowie Android Auto-Verbindungen, die ebenfalls einen Systemneustart erfordern können. Obwohl diese Aspekte im Alltag als störend empfunden werden können, stellen sie in der Regel keine gravierenden Defekte dar. Unsere Redaktion empfiehlt, die von Škoda bereitgestellten Software-Updates zeitnah installieren zu lassen, da diese zur Behebung der genannten Unzulänglichkeiten beitragen sollen.
Zusätzlich wurden gelegentliche Probleme mit der Wasserpumpe bei 1.4 TSI und 2.0 TSI Motoren nach 60.000 bis 80.000 Kilometern festgestellt, welche sich durch Kühlmittelverlust äußern können, sowie ein vorzeitiger Verschleiß der hinteren Bremsscheiben. Die Klimaanlage einiger Modelle kühlt zudem nicht immer mit ausreichender Leistung, was auf defekte Kompressoren oder einen Verlust von Kältemittel hindeuten kann.
Fokus-Themen: Leser-Anfragen & Forum-Einblicke
Unsere Redaktion hat sich eingehend mit den Anfragen der Leser sowie den Diskussionen in deutschen Automobilforen befasst, um Informationslücken zu schließen, welche in herkömmlichen Testberichten häufig unberücksichtigt bleiben.
Der 2.0 TDI Motor, insbesondere in den Euro 6d-TEMP/ISC-Varianten, ist in Foren Gegenstand von Diskussionen bezüglich des AdBlue-Verbrauchs. Während offizielle Angaben einen bestimmten Verbrauchswert nahelegen, berichten einige Nutzer von einem erhöhten Verbrauch, insbesondere bei Kurzstreckenfahrten oder im Stop-and-Go-Verkehr. Dies resultiert daraus, dass das System bei niedrigen Temperaturen oder im Stadtverkehr vermehrt AdBlue einspritzt, um die Abgasreinigung sicherzustellen. Bei sehr kalten Temperaturen können zudem Schwierigkeiten mit der AdBlue-Kristallisation auftreten, welche die Funktion beeinträchtigen. Fehlermeldungen und Leistungsbegrenzungen können durch Probleme mit AdBlue-Sensoren oder der Kristallisation im System verursacht werden. Unsere Redaktion empfiehlt, auf die Qualität des AdBlue zu achten und ein Überfüllen des Tanks zu vermeiden. Bei wiederkehrenden Fehlermeldungen ist umgehend eine Fachwerkstatt aufzusuchen, da dies auf einen Defekt im SCR-System hindeuten kann, dessen Instandsetzung hohe Kosten verursachen kann.
Unsere Langzeittests bestätigen die hohe Praxistauglichkeit des neuen Kodiaq im täglichen Einsatz. Der reale Verbrauch des 2.0 TDI bewegt sich, wie bereits dargelegt, zwischen 6,5 und 7,5 Litern, was für ein SUV dieser Größe als günstig zu bewerten ist. Der 1.5 TSI iV PHEV erreicht seine elektrische Reichweite von bis zu 123 Kilometern (WLTP) im Pendleralltag verlässlich, sofern eine regelmäßige Ladung erfolgt. Ohne elektrische Unterstützung erhöht sich der Benzinverbrauch jedoch auf Werte von etwa 5,7 bis 6,3 Liter pro 100 Kilometer (WLTP), wobei diese im realen Fahrbetrieb, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten, auf 6 bis 7 Liter pro 100 Kilometer ansteigen können. Der Fahrkomfort auf langen Strecken wird durch das optional erhältliche DCC Pro Fahrwerk maßgeblich verbessert, während die Geräuschdämmung, insbesondere mit Akustikverglasung, ein hohes Niveau erreicht. Die dritte Sitzreihe des Siebensitzer-Modells ist für Erwachsene auf Kurzstrecken nutzbar, für längere Fahrten jedoch primär für Kinder geeignet, da der Knieraum begrenzt ist und das Kofferraumvolumen bei voller Bestuhlung auf 340 Liter reduziert wird.
Technische Daten & Messwerte
Parameter | Kodiaq 2.0 TDI (4×4) | Kodiaq 1.5 TSI iV (PHEV) |
Systemleistung max. | 142 kW (193 PS) | 150 kW (204 PS) System |
Max. Drehmoment | 400 Nm | 350 Nm System |
Antriebsart | Allradantrieb (4×4) | Frontantrieb |
Beschleunigung 0-100 km/h | 7,8 s | 8,4 s |
Maximale Sitzplätze | Bis zu 7 Sitze | Nur 5 Sitze (Batterie im Boden) |
Kofferraumvolumen (5-Sitzer) | 910 – 2.105 Liter | 745 – 1.945 Liter (Batterie im Heck) |
Maximale Anhängelast | 2.500 kg (Gebremst) | 1.800 kg (Gebremst) |
Elektrische Reichweite | – | ca. 100 km |
Ladeleistung (DC) | – | Bis zu 50 kW (Schnellladen) |
Fazit der Redaktion
Der Škoda Kodiaq der zweiten Generation (Modelljahr 2026) erweist sich als ein durchdachtes Familien-SUV, welches sich bewusst von überladenen Touch-Bedienkonzepten abgrenzt. Er übertrifft den preislich höher angesiedelten VW Tiguan hinsichtlich der Raumökonomie und etabliert mit den „Smart Dials“ eine bemerkenswerte Cockpit-Ergonomie innerhalb des Konzerns.
Unsere Redaktion spricht eine differenzierte Empfehlung aus: Für Vielfahrer, Gespannfahrer sowie Familien, die ein zuverlässiges Fahrzeug für lange Reisen und anspruchsvolle Bedingungen benötigen, stellt der 2.0 TDI 4×4 eine bevorzugte Option dar. Seine Leistungsfähigkeit, der moderate Realverbrauch und die hohe Anhängelast qualifizieren ihn für diese Einsatzbereiche.
Der 1.5 TSI iV Plug-in-Hybrid eignet sich insbesondere für Pendler, welche die Möglichkeit zum Laden zu Hause besitzen und steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen möchten. Die elektrische Reichweite von bis zu 123 Kilometern (WLTP) ermöglicht einen überwiegend elektrischen Betrieb im Alltag. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass diese Antriebsvariante ausschließlich als Fünfsitzer erhältlich ist, wie bereits im Abschnitt zum Innenraum-Komfort erläutert.
Unabhängig von der gewählten Motorisierung erweist sich das „Family Paket“ als eine sinnvolle Ergänzung. Der mechanisch ausfahrende Türkantenschutz sowie die Abfallbehälter in den Türen stellen „Simply Clever“-Details dar, welche den automobilen Alltag mit Kindern vereinfachen.
Die Restwertprognose für den Kodiaq, insbesondere für gut gepflegte Diesel-Siebensitzer, wird von unserer Redaktion als vorteilhaft eingeschätzt. Angesichts des kontinuierlichen Bedarfs an geräumigen Familienfahrzeugen und der soliden Bauweise prognostizieren wir einen geringeren Wertverlust im Vergleich zu zahlreichen Wettbewerbern, was das Fahrzeug auch unter wirtschaftlichen Aspekten interessant erscheinen lässt.
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